- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 19. Dezember 2013 11:29
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Wir essen zuviel Salz, das ist bekannt. Doch die Salzgefahr lauert auch da, wo man sie am wenigsten vermutet, nämlich in ärztlich verordneten Tabletten. Doch es gibt Alternativen.
Etwa zehn Gramm Salz nimmt jeder Deutsche pro Tag zu sich – eindeutig zu viel. Die Deutsche Hochdruckliga hat erst kürzlich vehement dazu aufgerufen, die Finger von Fertigpizza und Fastfood zu lassen; so könne man der Hypertonie wirksam begegnen. Damit wären die Übeltäter dingfest gemacht – oder doch nicht? Wie man im "British Medical Journal" liest, lauert die Salzgefahr auch da, wo man sie am wenigsten vermutet: in ärztlich verordneten Tabletten. Wasserlösliche Medikamente in Form von Brausetabletten können das Schlaganfallrisiko erhöhen, das zeigte schon in der Vergangenheit die britische INTERSALT-Studie mit über 10.000 Patienten im Alter zwischen 20 und 60 Jahren.
Vor allem wasserlösliche Paracetamol- oder Aspirinpräparate, zum Beispiel in Form von Brausetabletten, enthalten oft relativ hohe Natrium-Konzentrationen in Form von Natriumhydrogencarbonat. Dies hat offenbar nicht nur Auswirkungen auf den Blutdruck, sondern auch auf das Schlaganfallrisiko und das Sterblichkeitsrisiko. Das zeigt jetzt eine aktuelle Studie, die auf Daten von 1,3 Millionen Patienten aus rund 500 Praxen der Primärversorgung in Großbritannien beruht.
Hoher Blutdruck und als "Nebeneffekt" ein erhöhtes Schlaganfallrisiko
Bluthochdruck auf Rezept – bei bestimmten Tabletten mit hohen Natriumgehalten ist das gar nicht so weit hergeholt. Die schottischen Autoren haben nachgewiesen, dass das Gesprudel im Glas langfristig den Blutdruck hochwallen lässt. Der "Nebeneffekt": ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.
Künftig werden Lebensmittelhersteller verpflichtet sein, den Salzgehalt ihrer Produkte zu deklarieren. Zumindest das Gleiche müsste auch für die Pharmaindustrie gelten. Denn deren Ziel es ja nicht sein kann, einen Patienten, der lediglich ein Mittel gegen Kopfschmerzen benötigt, einem unnötigen Risiko auszusetzen.
Als Arzt, so ist in dem Branchen-Blatt zu lesen, sollte man reagieren und generell wasserunlösliche Präparate verschreiben. Die sind zwar schwerer zu schlucken, dafür aber sicherer. Aber auch der mündige Patient kann etwas tun: Den Arzt darauf hinweisen, dass es nebenwirkungsfreie Alternativen aus der Natur gibt. Beispielsweise Weidenrinde. Mehr darüber lesen Sie hier: HTTPS://www.portavitalia.com/natur-apotheke/kopfschmerzen-weidenrinde-ist-ein-magenfreundliches-naturmittel
Quelle: Ärztezeitung.de
Bild:© Tino Neitz - Fotolia.com
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