- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 09. Februar 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Bluttransfusionen sind lebensrettend, heißt es unisono. Doch oft ist es genau umgekehrt, sagen kritische Ärzte, die für eine komplette Kehrtwende in der Intensivmedizin plädieren.
Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Doch immer mehr kritische Analysen bestätigen:Bluttransfusionen können auch gefährlich werden. Lebensgefährlich sogar!Die Patienten ahnen davon nichts – und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung über Risiken und Alternativen. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, andere wissen es nicht besser. Und wieder andere sorgen sich um die finanziellen Früchte ihres Geschäftsmodells
Bisher unbekannte Risiken bei der derzeit praktizierten Anwendung von Transfusionen
Eine SWR-Dokumentation belegt anhand zahlreicher Interviews und medizinischer Fakten, dass völliges Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie nennt bisher unbekannte Risiken der derzeit praktizierten Anwendung von Transfusionen und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte in deutschen Kliniken vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und die dabei auf viele Widerstände stoßen – weil der gegenwärtige Umgang mit dem kostbaren Lebenssaft wie in Stein gemeißelt ist. Denn immerhin 8 von 10 Ärzten argumentieren: „Das haben wir schon immer so gemacht“.
Schwächt fremdes Blut den Körper mehr als bisher angenommen?
„Ein falsches Verständnis über Transfusionen“, sagen die interviewten Experten, die tagtäglich aktiv mit OP-Patienten zu tun haben. Sie reklamieren unter anderem, dass die Abwehrreaktionen des körpereigenen Immunsystems gegen Spenderblut, als „fremdes Blut“, zu Entzündungen führen und die Funktion von Organen beeinträchtigen. So sei das Todesrisiko bei Herzoperationen bis zu sechsmal höher.
Risikofaktor Blut? Inzwischen peilen schon 5 Unikliniken hierzulande medizinisches Neuland an, heißt es in dem TV-Bericht. Die Ärzte stehen mit ihrer Ansicht nicht alleine, auch in den USA gibt es eine Reihe von Medizinern, die den „zu unbekümmerten Umgang mit Blut“ ebenso kritisieren wie ihre deutschen Kollegen.
Der Grat zwischen Segen und Fluch ist schmal, heißt es in der TV-Dokumentation von Ulrike Gehring. Auch deshalb, weil es sich um „ein Milliardengeschäft“ handele. Die Gleichung „Spenderblut = böses Blut“ stimme allerdings nicht. Blutspenden würden auch in Zukunft gebraucht – etwa für Notfälle und in der Rettungsmedizin.
Die komplette TV-Dokumentation sehen Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=MOk4TcE_fvk
Quelle: SWR; youtube.com
Bild: © Gina Sanders - Fotolia.com
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