- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 06. November 2013 08:10
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Von Blasentraining bis Toilettenzwang, kleine Bettnässer müssen einiges über sich ergehen lassen. Doch womöglich führt eine viel einfachere Methode zu trockenen Nächten.
Eltern von kleinen Bettnässern können sich den Stress antun, das Kind jede Nacht zum "Pipimachen" zu wecken oder es schlafend zur Toilette tragen. Sie können ihrem Sprössling tagsüber Blasentraining verordnen, um die Blasenkapazität zu steigern. Oder sie können einfach nur lobende Sternchen für trockene Nächte vergeben. Alle diese Verhaltensmaßnahmen waren in einer Cochrane-Analyse an der Universität Sydney untereinander gleichwertig und zumindest "besser als nichts".
Dabei zeichneten sich zwei Erkenntnisse ab: Sowohl ein kindgerechtes Belohnungssystem als auch der von den Eltern veranlasste nächtliche Toilettengang führten, ebenso wie ein Blasentraining dazu, dass die Kinder seltener einnässten und weniger Rückfälle hatten. Aber: Deutlich effektiver als diese Maßnahmen, jedoch aufwendiger bzw. mit Nebenwirkungen belastet, waren Alarmsysteme (neben der "Klingelmatte" neuerdings auch Sensoren in der Unterwäsche). Zum anderen Medikamente. Doch beim Einsatz von Medikamenten müsse man die Nebenwirkungen bedenken, warnen die Forscher ein. So wurde bei einem von Benommenheit berichtet, bei einem anderen dominierten Kopfschmerzen.
Die Wissenschaftler empfehlen, es zunächst mit einfachen Verhaltensmaßnahmen zu versuchen. Diese seien sicher und brächten mehr, als auf spontane Besserung zu hoffen.
Allerdings verlangten vor allem Maßnahmen, die mit nächtlichen Aktivitäten verbunden sind, den Eltern viel Engagement ab. Wichtig sei vor allem die Erkenntnis, dass eine positive Haltung mit dem Fokus auf trockene Nächte mehr bringt als das Kind für Misserfolge zu bestrafen. Darin bestehe ein wichtiger Nutzen sämtlicher Verhaltensmaßnahmen.
Quelle: Ärztezeitung.de
Bild:© GiZGRAPHICS - Fotolia.com
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