- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 30. Juli 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass „herkömmliche“ medizinische Behandlungsmethoden, insbesondere bei Krebs, mehr schaden als nutzen können.
Nach einer Studie, die in der britischen Zeitung The Independent beschrieben wurden, „hat die weltgrößte randomisierte Studie über Prostatakrebs ergeben, dass die übliche chirurgische Behandlung unwirksam ist“. Bei der Studie hatten Wissenschaftler die radikale Prostatektomie – die chirurgische Entfernung der Prostata – verglichen mit dem „wachsamen Abwarten“ – was so viel heißt wie gar nichts tun. Wie die Studie zeigte, verlängerte die Operation die Lebenserwartung nicht.
Nach wie vor viel Widerstand gegen die „Methode des Abwartens“
Laut der Studie wächst der Prostatakrebs in der Hälfte der Fälle nur langsam; selbst wenn er unbehandelt bleibt, können die Männer noch viele Jahre leben – und schließlich an einer anderen Krankheit sterben. Tatsächlich verläuft das Wachstum derart langsam, dass sich einige Spezialisten fragen, ob man bei solchen Fällen überhaupt von „Krebs“ reden sollte. In der Studie zeigte sich, dass nach einer Beobachtungszeit von bis zu zwölf Jahren die Überlebenschance bei Patienten, die sich operieren ließen, nur um drei Prozent höher lag als bei denen, die gar nicht behandelt wurden. Tatsächlich war der Unterschied so gering, dass er als nicht signifikant und eventuell sogar als zufällig betrachtet werden konnte. Im Independent hieß es: „Als die Ergebnisse im Februar beim Europäischen Urologenkongress in Paris, an dem 11 000 Spezialisten aus aller Welt teilnahmen, vorgestellt wurde, begegnete man ihnen mit fassungslosem Schweigen.“ Trotz der Ergebnisse dieser umfangreichen Studie halten viele Urologen nach wie vor an den alten Techniken fest. Diese Ärzte fänden die Vorstellung, nichts zu tun – einfach nur zu beobachten und abzuwarten –, inakzeptabel, so die Zeitung. Viele Urologen betonen sogar, sich mit den derzeitigen Behandlungsmethoden (Kritiker nennen sie „Verbrennen, Schneiden, Vergiften“) für Männer mit Prostatakrebs zufrieden zu geben.
Einen sehenswerten Beitrag gab es hierzu in der Sendung „Quarks & Co“
Lesen Sie auch: „Online eine zweite Meinung einholen“
Quellen: u. a. zentrum-der-gesundheit.de; quarks & co;
Bild: © Sergey Furtaev - Fotolia.com
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