- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 05. August 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Forscher stellten fest, dass Keuchhusten bei geimpften Kindern etwa ebenso häufig auftritt wie bei ungeimpften.
Die Keuchhustenimpfung wird Kindern schon im ersten Lebensjahr bis zu vier Mal verabreicht. Nach einer Studie (Juni 2014 im British Medical Journal veröffentlicht) darf die bisher angenommene langjährige Wirkung der Keuchhustenimpfung nun jedoch in Frage gestellt werden. Forscher der Universität von Oxford stellten fest, dass Keuchhusten bei geimpften Kindern etwa genauso häufig auftritt wie bei ungeimpften Kindern. Sie vermuten, dass diese Impfung nur unter bestimmten Umständen nützt.
Gegen Keuchhusten wird routinemäßig geimpft. Schon ab der 8. Lebenswoche erhalten Säuglinge ihre erste Keuchhustenimpfung. Ab der 12. Woche gibt es die nächste, vier Wochen später die dritte, und mit etwa einem Jahr die vierte. Dann – so heißt es – sei die Grundimmunisierung abgeschlossen. Doch es wird nicht allein gegen Keuchhusten geimpft. Der Säugling erhält die Keuchhustenimpfung meist im Zuge einer Fünffach- oder Dreifachimpfung, die auch die umstrittenen Aluminiumverbindungen enthält.Kinder hatten Grundimmunisierung sowie Vorschulimpfungerhalten –und waren dennoch krank geworden.
Da jedoch in den letzten Jahren die Zahlen der Keuchhusteninfizierten im Teenager- und Erwachsenenalter weiter stiegen, wird in Deutschland und der Schweiz eine weitere Auffrischimpfung im Teenageralter empfohlen. Auch sollte man sich ab 18 Jahren alle zehn Jahre gegen Keuchhusten impfen lassen. Ob dies wirklich erforderlich und auch für Großbritannien sinnvoll sein könnte, wollten die Wissenschaftler mit ihrer Studie herausfinden. Nach Auswertung der Zahlen zeigte sich, dass die Keuchhusteninfektionsrate bei den Schulkindern um die Hälfte gesunken war. Nur 56 der Kinder (20 Prozent) erhielten eine Keuchhusten-Diagnose (im Vergleich zu den 40 Prozent aus 2001). Von diesen 56 waren 39 (70 Prozent) voll durchgeimpft. Sie hatten also die dreimalige Grundimmunisierung sowie die Vorschulimpfung erhalten – und waren dennoch krank geworden.
Keuchhustenbakterien können auch bei voll durchgeimpften Kindern Keuchhusten verursachen
Von 55 Kindern, die keine Vorschulimpfung bekommen hatten, die also höchstens im Babyalter zuletzt gegen Keuchhusten geimpft worden waren, erkrankten indes nur 15 Kinder.
Doch wie konnte es sein, dass die Geimpften krank wurden? Das, so hieß es, liege daran, dass die Vorschulimpfung der Kranken sieben Jahre und länger zurück liege. Dann nämlich verdreifache sich das Risiko, Keuchhusten im Schulkindalter zu bekommen. Offenbar ist beabsichtigt, die Keuchhustenimpfung in noch kürzeren Abständen zu verabreichen. Nur dann wirke sie, so heißt es. Hingegen Studienleiterin Dr. Wang von der Universität Oxford zu den Ergebnissen: "Keuchhustenbakterien können bei einem Fünftel der Schulkinder mit anhaltendem Husten gefunden werden und können auch bei voll durchgeimpften Kindern klinisch auffälligen Keuchhusten verursachen.“
Lesen Sie auch „Eltern machen mobil gegen Impf-Marathon“:
Quellen: u. a. impf-info.de; impfkritik.de; zentrum-der-gesundheit.de
Bild: © Coloures-pic - Fotolia.com
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