- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 13. Oktober 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Immer wieder sorgt die Lieblingsspeise der Deutschen für Gesprächsstoff. Mal so und mal so. Nun gibt es neues Argumentationsfutter.
Die olle Knolle aus Südamerika, die der „Alte Fritz“ hierzulande einführen ließ, hatte es am Anfang nicht leicht. Es bescherte dem Preußenkönig große Mühe, den Anbau von Kartoffeln durchzusetzen. 1756 erließ er deshalb den ersten der sogenannten Kartoffelbefehle. Es heißt, Friedrich habe seine Bauern regelrecht ins „Kartoffelglück“ prügeln lassen. Mittlerweise essen die Deutschen rund 65 Kilo im Jahr von dem ehemaligen „Schweinefraß“. Dennoch flackert mitunter Widerstand auf. Immer wieder gibt es regelrechte „Kartoffelgefechte“ in den Medien. Auch Hausfrauen, Köche und Ernährungsexperten mischen dabei munter mit. Sie machen dick, warnen die einen. Andere pochen vehement auf das Gegenteil.
Die Kartoffel ist ein Dickmacher – heißt es gerne mal. Aha, die Kartoffel als Kalorienbombe? Wahr ist: 100 Gramm Kartoffeln haben rund 70 Kilokalorien und sind damit vergleichsweise kalorienarm. Reis hingegen bringt es auf 95 und Nudeln sogar auf rund 150 Kilokalorien. In Verruf geraten sind die gesunden Knollen nur deshalb so, weil viele ihrer beliebtesten Zubereitungsarten recht fettreich sind. Ganz besonders gilt das für Chips, Bratkartoffeln oder Pommes frites.
Bei vielen schrillen die Alarmglocken, wenn es um einen anderen Bestandteil der Kartoffel, geht: die Stärke. Schon das nackte Wort klingt nach Übergewicht. Dabei ist Stärke ein Kohlenhydrat und sie macht ebenso wenig dick, wie andere Makronährstoffe (Fett und Eiweiß). Solange man sie in einem gesunden Maß zu sich nimmt.
Das Problem, das die Gemüter immer wieder erhitzt, ist also in Wahrheit gar kein Problem. Es ist eher die Zubereitungsart: Kartoffelsalat, Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln werden allein durch die zugesetzte Fettmenge zur Kalorienbombe. Also besser so auf den Tisch: Kartoffelsalat mit Brühe, Senf und wenig Öl zubereiten. Pellkartoffeln mit Kräuterquark servieren statt mit Butter. Und Bratkartoffeln in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl braten. Besonders gesund und figurfreundlich ist es übrigens, die Kartoffeln mit Schale zu kochen oder im Dampfgarer zuzubereiten, beziehungsweise mit einem Siebeinsatz über kochendem Wasser. Dieses Verfahren ist deshalb so gesund, weil es Vitamine, Mineralstoffe und Aromen schont. Zeitsparender Zusatzeffekt: Die Kartoffeln sind viel schneller gar als in kochendem Wasser.
Übergewichtig durch Zusatzstoffe
Wann platzt Deutschland aus den Nähten?
Quellen: huffingtonpost.de; apotheken-umschau.de
Bild: © al62 - Fotolia.com ; © Liv Friis-larsen - Fotolia.com
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