- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Samstag, 26. Oktober 2013 08:02
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Immer mehr Menschen möchten ohne Gluten leben. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Die Geißel der Darmschleimhaut versteckt sich schon lange nicht mehr nur in Weizenbrot und Kuchenteig.
1. Rührei und Omelett
Wer sich zu Hause Rührei oder Omelett zubereitet, verwendet dazu wahrscheinlich das eine oder andere Bio-Ei, vielleicht zusätzlich frische gehackte Kräuter, Zwiebeln oder Gemüse und etwas Fett für die Pfanne. Im Restaurant jedoch kann es gut sein, dass in die Omelettrezeptur Mehl oder andere glutenhaltige Bindemittel gerührt werden, um eine gewisse Luftigkeit zu erreichen.
2. Suppen
Suppen und Soßen werden gerne mit der traditionellen Mehlschwitze aus Weizenmehl und Fett angedickt. Oft denken die Köche nicht daran und loben ihre Suppen als glutenfrei aus. Schließlich sind weder Nudeln noch Klöße und auch keine Croutons enthalten. An das "bisschen" Mehl in der Mehlschwitze denkt dabei vielfach keiner mehr.
3. Hackfleisch
Hamburger, Frikadellen, Fleischklöße, Hackbraten und viele andere Hackfleischgerichte enthalten oft Semmelbrösel oder altbackenes Brot, eignen sich daher nicht für eine glutenfreie Ernährung – es sei denn, man macht sie selbst. In diesem Fall verwendet man bei weizenfreier Ernährung etwas Haferkleie oder man wählt eine Rezeptur, die ganz ohne Kohlenhydrate auskommt.
4. Pommes Frites
Die meisten von uns glauben, dass Pommes Frites aus nichts anderem bestehen als aus in Öl frittierten Kartoffelstiftchen. Weit gefehlt! Pommes Frites aus dem Tiefkühlregal des Supermarkts oder auch Pommes Frites im Restaurant sind oft bestäubt mit Mehl, damit sie knuspriger werden. Sind sie tatsächlich mehl- und glutenfrei, dann kann es sein, dass man sie im selben Öl frittiert, in dem zuvor Mehl- und Glutenhaltiges briet, so dass auch an den ursprünglich glutenfreien Produkten glutenhaltige Partikel haften können. Dasselbe gilt für ähnliche Fertigprodukte wie Kartoffelpuffer sowie für Paniertes wie Kroketten etc.
5. Chinesisches Essen
Im China-Restaurant scheinen die Gerichte sehr übersichtlich und ganz natürlich zu sein. Auf den ersten Blick liegen da nur Fleisch, Reis und Gemüse auf dem Teller – von Weizen oder Gluten keine Spur. In der chinesischen Küche wird aber gerne mit Fertigsaucen gearbeitet, die oft Weizen oder Gluten enthalten. Das kann sowohl die Sojasauce als auch die Fischsauce sein. Wer auf Gluten sehr empfindlich reagiert, kann im China-Restaurant oft nur wenig essen.
6. Gemüse
Selbst ganz normales Gemüse, das wie gedämpft oder gebraten aussieht, kann eine kleine, aber spürbare Glutenmenge bescheren. Manche Restaurants – besonders jene, die Pastagerichte servieren – nutzen das Pasta-Kochwasser auch für das Blanchieren von Gemüse, so dass an diesem dann unsichtbare Glutenreste haften können.
7. Haushaltsgeräte
Seit wann gehören Haushaltsgeräte zu den Glutenquellen und vor allem, seit wann isst man sie? Haushaltsgeräte werden dann zu Glutenquellen und können für Glutenintolerante dann problematisch werden, wenn es sich z. B. um einen Toaster handelt, in dem zuvor glutenhaltiges Brot getoastet wurde und er infolgedessen noch voller glutenhaltiger Krümel ist, die dann auch auf das anschließend getoastete glutenfreie Brot gelangen können.
Auch eine Getreidemühle sollte nicht zur Glutenquelle werden, wenn im Haushalt ein glutenintoleranter Mensch lebt. Es sollten dann in dieser Getreidemühle keine glutenhaltigen Getreide gemahlen werden. Vorsicht auch beim Grill, auf dem glutenhaltige Brötchen oder panierte Schnitzel grilliert wurden.
Menschen, die extrem glutenempfindlich sind, sollten daher ihre eigenen Haushaltsgeräte besitzen, die dann kein anderes Familienmitglied mit glutenhaltigen Lebensmitteln "verunreinigen" darf und die dann auch nicht zu gefährlichen Glutenquellen werden können. Dazu gehört neben den oben genannten Gerätschaften auch der Flocker.
8. Lippenbalsam
Manche Kosmetikprodukte – etwa Lippenbalsam und Zahncreme – können Glutenquellen sein. Sie werden automatisch zu einem gewissen Teil geschluckt. Glutenempfindliche sollten einen sorgfältigen Blick auf die Inhaltslisten der Produkte werfen, eine verborgene Glutenquelle enthalten ist. Tauchen dort Zutaten mit den Begriffen Triticum (Weizen, z. B. Triticum aestivum, Triticum vulgare), Hordeum (Gerste) oder Avena (Hafer) auf, dann ist von einer Glutenbelastung auszugehen.
9. Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente
Sehr viele Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und auch Medikamente können ebenfalls Glutenquellen sein. Diese Produkte enthalten häufig Füllstoffe. Oft ist es die glutenfreie Maisstärke. Es können jedoch auch glutenhaltige Füllstoffe sein, so dass man bei der Wahl solcher Produkte abklären sollte, was genau enthalten ist, um nicht versehentlich eine Glutenquelle zu schlucken.
Bei einer Zöliakie, die auch kleinste Glutenspuren übel nimmt, ist beim Einkauf oder in Restaurant oder Kantine sehr darauf zu achten, nur absolut glutenfreie Produkte auszuwählen und potentielle Glutenquellen zu meiden. Eine Glutensensitivität ohne Zöliakie verlangt ein nicht ganz so strenges Vorgehen. Doch sollte man auch hier wenigstens die in den Punkten 1 bis 4 beschriebenen möglichen Glutenquellen berücksichtigen und umgehen.
Quelle: Zentrum der Gesundheit
Bild: © imaginando - Fotolia.com
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