- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Dienstag, 20. Oktober 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die „Südamerika-Getreide“ Amaranth und Quinoa gelten als ergiebige Eiweiß-Quellen. Doch auch heimischer Buchweizen punktet mit praller Protein-Power.
Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Aminosäuren – all diese Stoffe braucht unser Körper, um tadellos funktionieren zu können. Hier und heute vorwiegend eine Angelegenheit für die „Stammversorger“ Weizen und Co. Doch immer mehr Menschen können „modernes“ Getreide aus gesundheitlichen Gründen nicht vertragen, andere suchen nach geschmacklichen Alternativen. Die klingen zwar recht exotisch, doch wer sich erst mit ihnen angefreundet hat, wird ihre Vorzüge kaum noch missen wollen.
Beispiel Amaranth: Der „Eiweiß-Turbo aus Südamerika“, optisch der Hirse ähnlich, war lange in Vergessenheit geraten. Die Wiederentdeckung verdankt er seinem hohen Nährstoffgehalt. Im Vergleich zu einheimischen Getreidearten (wie zum Beispiel Weizen oder Hafer) enthält die Körnerfrucht einen höheren Eiweißanteil mit besserer Protein-Qualität. Sein hoher Eisengehalt kennzeichnet ihn als wichtiges Lebensmittel, ganz besonders für Vegetarier, Veganer und Frauen, die unter Eisenmangel leiden.
Amaranth überzeugt durch höheren Eiweißanteil mit besserer Qualität
Auch der Fettanteil kann sich sehen lassen: Das in den Samen enthaltene Öl besteht zu 70 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren. Hinzu kommt ein hoher Mineralstoffgehalt. Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink sind im Gegensatz zum Getreide um ein Vielfaches in den Körnern gespeichert. Zudem enthält Amaranth besonders viele Ballaststoffe.
Auch Glutenallergiker können unbesorgt zugreifen. Bisher mussten sie den Biss in Brötchen und Stulle mit allergischen Reaktionen bezahlen. Doch nun gibt es auch Brot aus Amaranth, dessen Samenkörner sind glutenfrei. Auch auf den Speiseplänen von Neurodermitikern hat sich die getreideähnliche Pflanze bewährt, weil sie keine Unverträglichkeitserscheinungen nach sich zieht.
Beispiel Quinoa: Eines der nährstoffreichsten Körner unter den Getreide- und Pseudogetreidearten. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an Proteinen, welche durch die besondere Aminosäurenzusammensetzung vom Körper sehr gut verwertet werden kann. Hohe Gehalte an Calcium, Eisen, Magnesium und Zink sowie viele ungesättigte Fettsäuren sind Grund genug, um Quinoa einmal auszuprobieren
„Inka Reis“ wurde schon vor 5000 Jahren angebaut
Die glutenfreien Samenkörner der Quinoa-Pflanze sind ebenfalls eine gute Alternative zu Getreide. Die Quinoapflanze wurde in den Hochanden schon vor 5000 Jahren angebaut. Sie ist auch unter den Namen Reismelde und Inkareis bekannt. Quinoa hat mit bis zu 22 Prozent einen hohen Proteingehalt, liefert zudem Vitamine und überdurchschnittlich viel Kalzium und Eisen. Die mild-nussigen Quinoa-Körner sehen ähnlich aus wie Hirse. Sie schmecken in herzhaften und süßen Gerichten. Besonders eignen sie sich für Salat, Burger, Müsli oder Pfannengerichte. Traditionell wurde Quinoa zu Mehl verarbeitet, aus dem Brot gebacken wurde.
10 Prozent hochwertiges Eiweiß macht Buchweizen zu einem Star unter den Getreiden
Beispiel Buchweizen: Ebenfalls weitaus mehr als nur ein Ersatz. Der heimische Eiweiß-Champion ist frei von schädlichen Substanzen und gleichzeitig deutlich reicher an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen als unsere üblichen Getreidearten. Zwar enthält das „Pseudogetreide“ (eigentlich ein Knöterichgewächs) geringfügig weniger Protein als z. B. Weizen, doch er liefert alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigeren Aminosäureprofil. Daher taugt er erheblich besser zur Deckung des täglichen Eiweißbedarfs. Mit rund 10 Prozent hochwertigem Eiweiß gehört Buchweizen zu den Stars der Getreide und Pseudo-Getreidesortern. Doch damit nicht genug: Seine biologische Wertigkeit übertrifft die aller Konkurrenten! Und nicht nur das. Die dreieckigen, dunkelbraunen Körner sind eine kulinarische Delikatesse. Wenig verwunderlich daher, dass Buchweizenbrei in Russland fast täglich auf dem Speiseplan steht. Den französischen Galettes gibt Buchweizenmehl den typischen Geschmack, und die japanischen Soba-Nudeln bestehen ebenfalls aus Buchweizen.
Nischenprodukte sind diese Eiweißbomben heute längst nicht mehr, Bioläden und Naturkostanbieter haben sie stets im Regal. Die Rückkehr der vergessenen Eiweißbomben ist in vollem Gange.
Hier kocht Lamiya Slimani ein Quinoa-Gericht
Quellen: u. a. eatsmarter.de; spitzbarths-gesundheispraxis.de; ichkoche.at;
Bild: © aboikis - fotolia.com
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