- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 22. Juni 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die Eierfeind-Fraktion wird kleinlauter. Längst macht das Wort von der Cholesterin-Lüge die Runde. Alles ein großer Irrtum? Oder ein Medizin-Mythos mit Milliardengewinnen?
Was wäre, wenn es gar kein gutes und schlechtes Cholesterin gäbe? Fast undenkbar, aber genau dafür legen inzwischen zahlreiche namhafte Mediziner die Hand ins Feuer. Für viele ist der Tanz um die „bösen Blutfettwerte“ sogar der größte Schwindel in der Medizingeschichte. Der Rest der Ärztegemeinde gibt sich düpiert, und die Hersteller von fettreduzierten Lebensmitteln fürchten um fette Umsätze. Die Pharmaindustrie erst recht. Sie verdient jährlich etwa Milliarden US-Dollar mit Cholesterin-Senkern – weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamente aller Zeiten. Risiken und Nebenwirkungen – offenbar Nebensache. Dabei berichtete z. B. die SZ Anfang des Monats, dass Statine „kurzfristige Gedächtnisstörungen“ verursachen.
Die Cholesterin-Skepsis ist nicht neu. Viele Jahre wiesen Ernährungswissenschaftler wie z. B. Dr. M. O. Bruker auf die Hysterie um die Cholesteringrenzwerte hin. HTTPS://www.amazon.de/Cholesterin-lebensnotwendige-Stoff-Max-Bruker/dp/3891890362
Heute wird Dr. Bruker zwar in vielen Studien und Publikationen bestätigt, aber „wirtschaftstreue Meinungswissenschaftler“ verhindert immer noch, dass solche Erkenntnisse ungefiltert den Konsumenten erreichen. Dabei richtet die bisher gängige Cholesterin-Theorie einigen Schaden an: Beispielsweise ist gehärtetes Billigfett aus dem Plastikbecher, angepriesen als natürliche Ernährungshilfe gegen hohe Blutfettwerte, nachweislich gesundheitsschädigend. Doch solange sich das nicht überall herumgesprochen hat, verdienend die Nahrungsmittelriesen sich weiter eine goldene Nase mit Margarine und Lightprodukten aller Art.
"Das ganze Cholesterinmessen und präventive Therapieren ist ein teurer und unwissenschaftlicher Anachronismus"
All das wurde von der kritischen Presse aufgenommen und kommentiert. Tenor: Ein hoher Cholesterinspiegel ist nicht zwangsläufig mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko verknüpft, und der Cholesterinspiegel lässt sich nur begrenzt über die Ernährung beeinflussen. Deutlich Aussagen. Und auch der Ton ist inzwischen deutlich drastischer geworden: "Das ganze Cholesterinmessen und präventive Therapieren ist ein teurer und unwissenschaftlicher Anachronismus" HTTPS://www.spektrum.de/news/die-cholesterin-bombe/1204826
Es gibt kein „schlechtes“ Cholesterin reklamieren immer mehr Mediziner. Zu ihnen gehört der deutsche Professor Walter Hartenbach, der deutlich vom „Psychoterror der Cholesterin-Gegner“ spricht. Doch die Cholesterinsenkung ist neben der Light-Food-Industrie auch für Pharmafirmen und Ärzte ein hochgradig gewinnträchtiges Geschäft – nach Erkenntnissen von Professor Hartenbach und anderen führenden Wissenschaftlern völlig unnötig, schädlich und in vielen Fällen sogar lebensgefährlich!
Essen wir viel Cholesterin, fährt der Körper die Eigensynthese herunter
Anfang dieses Jahres dann die Meldungs-Bombe – „Eier rehabilitiert“. Der Grund für den Rückzieher: Spezielle Mechanismen verhindern, dass der Körper zu viel Cholesterin ins Blut aufnimmt. Es sei zumindest als gesunder Mensch – quasi unmöglich – Cholesterin über die Nahrung überzudosieren, wird Christian Prinz, Direktor der Helios Klinik für Gastroenterologie in Wuppertal auf spiegel.de wiedergegeben. Grobkörnig erklärt: Essen wir viel Cholesterin, fährt der Körper die Eigensynthese herunter.
Doch bei aller Freude über diese Erkenntnisse: Als Lizenz zum Vollgas-Verzehr sollte man diese besser nicht interpretieren. Heißt: der tägliche Verzehr von mehreren Eiern pro Tag schadet nicht, jedenfalls gilt das für gesunde Menschen. Doch bestimmte stark cholesterinhaltige Lebensmittel (z. B. fettreiche Wurst oder Chips) beherbergen ein ganz anderes Problem: die gesättigten Fettsäuren. Sie liefern zwar viel Energie, aber in Übermaßen sind sie ungesund, denn sie lagern sich in den Zellmembranen ein und verlangsamen den Stoffwechsel. Zudem stehen gesättigte Fettsäuren im Zusammenhang mit höheren Entzündungswerten und können so Auslöser für rheumatische Erkrankungen sein.
Kurz vor dem Kollaps: Das Cholesterin-Gespenst wankt
Wer’s knackiger kommentiert haben mag:
Quellen: spiegel.de; heise.de; zeitenschrift.com; spektrum.de; naturheilt.com; joggenonline.de
Bild: © tunedin - fotolia.com
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