- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Donnerstag, 22. Januar 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Trinkwasser aus deutschen Landen hat einen guten Leumund. Doch der kommt mehr und mehr ins Stottern. Das liegt an immer neuen negativen Studienergebnissen.
Es sind nicht nur Nitrat oder Reste von Pflanzenschutzmitteln, die Wasserwerke in ihren Brunnen finden. So hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) im Landkreis Cloppenburg auch Spuren von Antibiotika entdeckt, wie sie in der Tierhaltung Verwendung finden. Im vergangenen Herbst hatten die Wasserwerker das Medikament Sulfadimidin in drei oberflächennahen Messstellen gefunden.
Antibiotika werden in der Intensivtierhaltung in großem Umfang eingesetzt, vor allem bei Schweinen und Geflügel, aber auch bei Rindern. Einen Großteil der Stoffe scheiden die Tiere im Kot und Urin unverändert wieder aus. Kommt derart belastete Gülle auf die Felder, gelangen die Arzneimittel auch in die Umwelt. Daher sieht der Verband sieht in diesen Funden eine „reale Bedrohung“ durch Tierarzneimittel für das Grundwasser, obwohl die Schichten, aus denen Grundwasser gefördert wird, in dieser Gegend erheblich tiefer liegen. Daraufhin mahnte der Bereichsleiter des Wasserwerkes, Egon Harms, eine „sachliche Diskussion“ über den maßvollen Einsatz von Gülle, Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten im Stall an.
Der niedersächsische Bauernverband „Landvolk“ stellte hingegen die Messergebnisse als „unfachlich“ in Frage. Derweil sieht sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel in den Bemühungen der Landesregierung für schärfere Auflagen bestätigt. Der Politiker verweist auf eine Studie des Umweltbundesamtes, die schon 2013 die Möglichkeit von Tierarzneimittel-Resten im Grundwasser festgestellt hatte.
Trübe Aussichten: So dreckig ist unser Trinkwasser
Quellen: Magazin schrot&korn; umweltbundesamt.de; portavitalia.com
Bild: © chris74- Fotolia.com; © moonrise - Fotolia.com
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