- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Freitag, 30. Mai 2014 08:00
- 14 .2
- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Sie sind frisch und fruchtig. Und enorm gesund sollen sie auch sein, die Smoothies. Hält der Früchtemix aber wirklich, was die Werbung verspricht?
Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen, empfehlen Ernährungsexperten. Nicht einfach, wenn man im Alltagsstress steckt. Da kommt ein Smoothie – ein pürierter Mix aus Früchten – wie gerufen: Mit einer kleinen Flasche lassen sich bis zu zwei Portionen der täglichen Ration abdecken, versprechen viele Hersteller. Sozusagen Gesundheit „to go“, Aber sind Smoothies (engl. smooth: fein, weich, geschmeidig) tatsächlich der Bringer?
Beim Verarbeitungsprozess gehen wichtige Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe verloren
Smoothies seien eine sinnvolle Alternative, wenn gerade kein frisches Obst zur Verfügung stehe, urteilen Experten. Sie seien aber keinesfalls als dauerhafter Ersatz geeignet. Denn Smoothies enthalten, im Gegensatz zu herkömmlichen Fruchtsäften, zwar die komplette Frucht – aber mit Ausnahme der Schale und der Kerne. Das pürierte Fruchtfleisch wird meist mit Saft gemischt, damit der Smoothie seine typische sämige Konsistenz erhält. Dadurch gehen wichtige Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe verloren. Bei einem Apfel beispielsweise sitzen viele Nährstoffe direkt unter der Schale. Ein Smoothie enthält diese nicht. Faustregel: Je höher der Anteil an Saft im Smoothie, desto geringer ist der Anteil an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen.
Unter den Anbietern grasen einige schwarze Schafe
Ein guter Smoothie besteht mindestens zur Hälfte aus der ganzen Frucht. Entweder als Püree oder in Form von kleinen Stückchen. Bei den meisten ist das der Fall, doch gibt es unter den Anbietern auch schwarze Schafe. Manche mischen große Mengen an Saft unter, sodass er sich kaum von Fruchtsäften unterscheidet. Einige geben auch künstliche Zusatzstoffe oder Zucker bei. Beides hat in einem „echten“ Smoothie nichts zu suchen.
Auch bei den Nährwertangaben wird geschummelt. Vor allem bei der Werbeaussage, der Smoothie decke 50 Prozent der empfohlenen Tagesmenge an Obst und Gemüse. Doch
die Hersteller beziehen ihre Angaben oft auf die der Weltgesundheitsorganisation WHO, die lediglich 400 Gramm empfiehlt. Der Wert der WHO richtet sich vor allem an Menschen in Entwicklungsländern, für die frische Nahrungsmittel nur in geringen Mengen erhältlich sind.
Der selbstgemachte Smoothie ist superfrisch – und garantiert frei von künstlichen Zusatzstoffen
Das Fazit: „Ein guter Smoothie kann gelegentlich ein bis zwei Portionen Obst ersetzen. Für den täglichen Bedarf ist frisches Obst aber vorzuziehen. Nur so erhalten wir die komplette Bandbreite an Nährstoffen, die wir für eine gesunde Ernährung benötigen.
Ein Tipp für alle, die sich ab und zu einen „waschechten“ Smoothie gönnen wollen: Selbst mischen! Ein Mixer und eine Auswahl Ihrer Lieblingsfrüchte genügt. Der selbstgemachte Smoothie ist garantiert frei von künstlichen Zusatzstoffen und superfrisch. Und auch noch preisgünstiger.
Quelle: u. a. apothekenrundschau.de
Bild: portavitalia.com
- Keine Kommentare gefunden
Meistgelesen
Ernährungsfrage: Wie ungesund ist Schweinefleisch tatsächlich?
Lagen die Bibel und der Koran richtig, ist Fleisch vom Schwein „unrein“, auch im medizinischen
»Gesundheitsrisiko Geschirrspüler: Ärzte warnen vor Spülmittelrückständen
Sauberes Geschirr ist gut. Aber dennoch nicht immer ohne Risiko. Letzteres lauert ausgerechnet im
»Lange Liste: Die besten Medikamente zum Krankwerden
So deutlich sind Ross und Reiter wohl noch nie genannt worden. Ein mutiger Heilpraktiker schockiert
»Aloe Vera - die stille Heilerin
Wohl kaum eine Pflanze hat die Naturprodukte-Hitliste von Heilkundigen und Gesundheitsfachleuten
»â€žFC Bayern-Doc“: Hochklassige Nahrungsergänzungen sind unverzichtbar
Er ist eine lebende Legende. Spitzensportler aus aller Welt suchen seinen Rat. Hier erklärt Dr.
»ARD Buffet: Lässt sich Diabetes in 28 Tagen ausknocken?
Dr. Rainer Limpinsel, selbst ehemaliges „Diabetes-Opfer“ erklärt am eigenen Beispiel, wie’s im
»Arzneimittelforschung: Die Kombi „Vitamine+Arginin“ reduziert das Vergessen
L-Arginin gilt als „Wunderformel für die Adern“. Seine Nutzung als Nahrungsergänzung ist noch wenig
»Die Bombe unter der Achselhöhle: Was Deos anrichten
Die Werbung suggeriert uns täglich, dass wir ohne Deodorant gar nicht auf die Straße gehen dürften.
»Schneller sterben mit der Mikrowelle
Mikrowellen sind überaus beliebt, weil sie so herrlich praktisch sind. Ruck, zuck ist das Essen
»Colostrum als Grippeschutz für die kalte Jahreszeit
Colostrum ist eines der ältesten und außergewöhnlichsten Nahrungsmittel, welches in der Natur zu
»


Einen Kommentar verfassen
Poste einen Kommentar als Gast