- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Mittwoch, 20. Januar 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Gleich nach Bohnen und Erbsen ist der „Winterspargel“ das nährstoffreichste Gemüse. Schmeckt leicht nussig und würzig, etwas milder als „richtiger“ Spargel.
Zugegeben: Rein optisch sind sie nicht gerade die Stars im Gemüseregal – Schwarzwurzeln wirken unansehnlich, nicht zuletzt aufgrund der schwarzen Farbe ihrer Schale und den daran haftenden Erdresten. Doch der äußere Schein trügt: Der „Winterspargel“ ist – gleich nach Bohnen und Erbsen –, das nährstoffreichste Gemüse und somit sehr gesund, urteilt die Zeitschrift "EatSmarter" in einem Online-Bericht.
Der Aufwand beim Schälen schreckt viele ab
Im Mittelalter galt die Schwarzwurzel sogar als Arznei, dies wegen ihrer Schutz- und Heilstoffe, etwa gegen Schlangenbisse und Pest. In den folgenden Jahrhunderten legte die Verwandte des Löwenzahns mehr an Wertschätzung zu, wurde schließlich wegen ihres Inulin-Gehaltes als Diätpflanze für Diabetiker angebaut. Doch dann geriet sie in Vergessenheit, möglicherweise wegen des Aufwandes beim Schälen. Aber auch das Schmuddel-Image im Vergleich zur schneeweißen Schwester Spargel mag dazu beigetragen haben.
Heute wissen wir eine ganze Menge mehr über das Innenleben der Schwarzwurzel. In ihr steckt ein wahrer Vitaminschatz – die Vitamine B, C und E sind reichlich vorhanden. Zudem liefert das Gemüse viele Mineralstoffe wie etwa Phosphor. Auch als Eiweiß- und Calciumlieferant hat sich die schwarze Wurzel einen Namen gemacht. Und der Geschmack? Etwas milder als Spargel, leicht nussig und würzig.
Den Beinahmen „Winterspargel“ verdankt sie ihrer Robustheit
Unter dem Strich ist unbedingt noch ein Sondervorteil herauszustellen: Die Schwarzwurzel ist hart im Nehmen, jedenfalls was die Witterungsverhältnisse betrifft. Von Oktober bis Februar, wenn sich die saubere Spargelsippe nicht an die Oberfläche traut, trotzt sie Wind und Wetter. Diese Robustheit hat ihr den Beinahmen „Winterspargel“ eingebracht.
Tipps zur Verarbeitung:
Beim Schälen am besten Gummi-Handschuhe anziehen, um sich vor dem klebrigen Milchsaft zu schützen. Alternativ können die Wurzeln mit dem Sparschäler unter fließendem Wasser geschält werden. Andere Möglichkeit: Die Wurzeln waschen und etwa 5 Minuten in kochendes Wasser legen. Danach läßt sich die Schale wie trockene Rinde von einem Ast abschieben.
Wenn Sie Schwarzwurzel zubereiten, achten Sie darauf, dass die Garzeit möglichst knapp ausfällt; andernfalls können Biss und Nährstoffe verloren gehen.
Video: Schwarzwurzel-Rüben-Tagliatelle mit einem Hauch Zitrone & Kräuter-Kruste
So bleibt die Schwarzwurzel weiß
Quellen: u. a. paradieschen.de; t-online.de
Bild: © hjschneider - fotolia.com
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