- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 18. April 2016 08:00
- 16 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Private Initiativen haben Konzepte entwickelt, wie und wo man Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, kostenlos anbieten oder suchen und abholen kann.
Verdorben? Verwelkt? Nicht mehr frisch? Oft ist es nur eine winzige Druckstelle, ein Riss in der Verpackung, eine leichte Verschmutzung. Aber das reicht für den Wurf in die Mülltonne, da helfen weder „intaktes“ Mindesthaltbarkeitsdatum noch Bioqualität.
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg! Dieses erschütternde Ergebnis stellt sich auf der Waage so dar: 18 Millionen Tonnen ohne weiteres genießbarer Nahrung werden vernichtet. Konkretes Beispiel: Pro Jahr landen 500.000 Tonnen Brot im Müll – so viel Brot, wie in ganz Niedersachsen pro Jahr gegessen wird.
Zwar hat die damalige Bundesernährungsministerin 2013 angekündigt, die Menge der weggeworfenen Lebensmittel zu halbieren. Passiert ist allerdings nichts, denn es gab es keinen Plan. Auch die EU-Kommission habe viel geredet und nichts gemacht, kritisiert Valentin Thurn, der mit Hilfe seiner Petition "Leere Tonne“ und der Aktion "foodsharing“ den Abfallberg kleiner werden lassen möchte.
Aber auch Verbraucher und Verkäufer sind gefordert. „Wir würden gerne auch den Supermärkten bei Bewusstseinskampagnen helfen, die dazu führen, dass die Kunden ein Verständnis dafür entwickeln, wenn die Regale abends eben nicht mehr so voll sind“, regt Valentin Thurn im ZDF-Magazin „Mona Lisa“ an.
Hier geht’s zu foodsharing.de
Wer etwas gegen den Wegwerf-Wahn unternehmen will, hat darüber hinaus auch andere Möglichkeiten, aktiv zu werden.
Beispiel Berlin: Aktion „Restlos glücklich“
Beispiel Hamburg: Öffentliche Kühlschränke mit kostenlosen Lebensmitteln
Aktion „Zu gut für die Tonne“
Petition: „Containern“ ist kein Verbrechen
Das Prinzip Foodsharing im ARD Morgenmagazin erklärt
Quellen: u. a. change.org; zdf.de; urbanshit.de
Bild: © foodsharing.de
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