- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Dienstag, 16. Dezember 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Setzt sich die neue GAR-Messtechnik durch, explodieren die bisherigen Gesundheitswerte der Fruchtsaft-Familie. Und das im positiven Sinne.
Wie gesund sind Zitrusfrüchte und Säfte? Das zu bestimmen, war bisher schon recht kompliziert, und dabei passierte offenbar ein Denkfehler: Mit den herkömmlichen Messmethoden untersuchen die Wissenschaftler lediglich diejenigen Komponenten unserer Nahrung, die im Dünndarm absorbiert werden können – hauptsächlich die flüssigen Bestandteile. José Ángel Rufián-Henares von der Universität Granada zufolge eine unvollständige Analyse: "Das Problem ist, dass die antioxidative Aktivität der festen Bestandteile nicht gemessen wird, als ob man annimmt, sie seien nicht nützlich", so der Lebensmittelchemiker im Fachmagazin Food Chemistry.
Doch das war offenbar zu kurz gedacht. "Die festen Bestandteile gelangen jedoch in den Dickdarm, wo Mikroorganismen sie verdauen und noch mehr Antioxidantien freisetzen, welche wir mit unserer neuen Methode bestimmen können." Gemeint ist die GAR-Technik (global antioxidant response), mit der sich die verfügbaren Antioxidantien nun vollständig bestimmen lassen. Die neue Methode simuliert im Labor die Prozesse in den Verdauungsorganen des Menschen. Damit berücksichtigt sie auch die bislang vernachlässigten festen Bestandteile und die darin enthaltenen Antioxidantien.
Das Team um Rufián-Henares hat mit der GAR-Technik verschiedene handelsübliche Saft-Sorten von Orangen, Mandarinen, Zitronen, und Grapefruit neu untersucht, aber auch frischen Saft aus den Früchten. Das Ergebnis ist überwältigend: "Die Wirksamkeit der Antioxidantien ist im Durchschnitt zehnmal höher als alle bisher dachten", betont Rufián-Henares", und nicht bloß in Säften, sondern auch in jeder anderen Nahrung, die wir mit dieser Methode untersucht haben."
Muss die Geschichte der Radikalenfänger jetzt neu geschrieben werden? Das würde diverse Theorien über den Haufen werfen. Andersherum aber würde es so manches Ernährungskonzept im Nachhinein rapide aufwerten. Wissenschaftlich formuliert vom GAR-Erfinder liest sich das so: "Diese Technik und die erhaltenen Resultate könnten Ernährungsberatern und Gesundheitsbehörden helfen, die antioxidativen Effekte von Nahrungsmitteln besser abzuschätzen".
Antioxidantien können Sehleistung verbessern
Bienen als Antioxidantien-Sammler
Quellen: scinexx.de; portavitalia.com
Bild: © science photo - Fotolia.com
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