- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Mittwoch, 24. Februar 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Geschmacklich und geografisch kennt der Erfindungsreichtum mancher Hersteller kaum Grenzen, wenn es darum geht, den Verbraucher mit immer neuen Image-Fallen zu ködern.
Ostsee-Fisch aus Finnland, okay dabei lässt sich vielleicht noch ein Auge zudrücken. Aber „Bayerische Wurst“ aus Chemnitz, oder „Nordseemuscheln“, die die halbe Welt umrundet haben– von der regional bepinselten Wohlfühl-Werbung fühlt man sich häufig über den Tisch gezogen. Doch der Run auf Regionales füllt den Herstellern die Taschen. Da lässt es der eine oder andere schon mal ganz und gar großzügig angehen, was Länder und Label betrifft.
Trügerisches Marketinggetöse um Heimat-Feeling, deutsche Arbeitsplätze und regionale Fabriken
Regionales ist in: 65 Prozent der deutschen Verbraucher wünschen sich Lebensmittel aus ihrer Umgebung. Immer mehr Supermärkte werben daher mit solchen Produkten. Kein Wunder, stehen sie doch für Frische und Qualität, und nach diversen Lebensmittel-Skandalen wollen die Menschen Klarheit, zumindest beim Essen.
Doch kommen Fisch, Fleisch und Milchprodukte wirklich immer aus der Region, wie Werbespots versprechen und wie’s das Verpackungsdesign suggeriert? Kann man dem Marketinggetöse von Heimatfeeling, von deutschen Arbeitsplätzen und von regionalen Fabriken eigentlich trauen?
Schnell schnappt die Image-Falle zu
Oder ist das Werben mit der Heimatbezogenheit nur ein neuer Verkaufstrick aus der Schublade „plump und billig“? Lohnenswertist der „Homeland-Trend“ für die Anbieter allemal. Weil regionale Produkte für Qualität stehen, sind 32 Prozent der Verbraucher sogar bereit, mehr Geld dafür auszugeben, so das Ergebnis einer Marktstudie.
Beste Qualität. Unschlagbare Frische. Reines Umweltgewissen. Ein Image-Trio, dem jeder gern Vertrauen schenkt. Doch dann schnappt die Image-Falle zu. Nur in Ausnahmefällen, so bemäkelt das Portal "Lebensmittelklarheit" der Verbraucherzentrale, stimmen Markenname und Region überein. Da wird selbst Importware aus Süd-China auf einmal „Norddeutsch“.
So können Sie Lebensmittel mit regionalem Bezug beim Einkauf erkennen
Der Norden zürnt: „Wirklich Büsumer Krabbensuppe, tatsächlich Sylter Vollkornbrot, oder was?“
Quellen: u. a. verbraucherzentrale.de; focus.de; ndrMarkt
Bild: © karelnoppe - fotolia.com
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