- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Samstag, 18. Oktober 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Ernährungsforscher haben die sogenannten Instant-Nudeln in Suppen oder anderen Fix-und-fertig-Gerichten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis sollte Esser dieser Extremküche warnen.
Fertig- und Schnellgerichte – meist in Tüten oder Plastikbechern „serviert“ – sind im Handumdrehen zubereitet. Der „To-go-Verzehr ab Laden ist gleichermaßen praktisch und preiswert und spart auch noch Zeit. Andererseits: Kann gesund sein, was so hurtig über den Tresen gereicht wird? Wie Problembeladen die schnelle Küche mit Fertiggerichten sein kann, betont die UGB (Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung) auf ihrer Website. Dort zitiert sie Professor Ibrahim Elmadfa, Ernährungswissenschaftler von der Universität Wien: „Im Schnitt enthalten Fertiggerichte weniger Vitamin A und C, Calcium, Eisen, Ballaststoffe und vor allem mehr Fett als frisch zubereitete Speisen“. Insbesondere ließe die Qualität der zugesetzten Fette in Fertiggerichten oft zu wünschen übrig. Außerdem enthielten industriell hergestellte Nahrungsmittel in der Regel viel zu viel Salz und andere umstrittene Zusatzstoffe.
Nun liefert eine Studie, die im Journal of Nutrition erschien, neues Kanonenfutter gegen die internationale Fastfood-Riege: Amerikanische und koreanische Wissenschaftler analysierten die Essgewohnheiten von über 10.000 Erwachsenen im Alter zwischen 19 und 64 Jahren. 54,5 Prozent waren Frauen. Es stellte sich heraus: Diejenigen, die sich am häufigsten mit Fastfood ernährten hatten zu 41 Prozent häufiger Übergewicht. Auch stellen die Forscher bei ihnen zu 57 Prozent häufiger einen überhöhten LDL-Cholesterinspiegel fest. Andererseits hatten diejenigen, die sich am häufigsten traditionell ernährten, ein um 27 Prozentvermindertes Risiko für hohen Blutdruck sowie ein um 24 Prozent vermindertes Risiko für Übergewicht.
Neu war für die Forscher der Zusammenhang zwischen einem häufigen Konsum von Instant-Nudeln und Herzerkrankungen. Wobei besonders Frauen betroffen seien. Bei ihnen erhöhte sich, wenn sie zwei Mal in der Woche Fertig-Nudelsuppen aßen, die Wahrscheinlichkeit, am Metabolischen Syndrom zu erkranken, um dramatische 68 Prozent. (Laut Bundesverband Deutscher Internisten ist das Metabolische Syndrom das gemeinsame Auftreten von starkem Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhtem Blutzucker, gestörtem Fettstoffwechsel sowie erhöhter Harnsäure, hoher Entzündungsneigung, verstärkter Blutgerinnung und Problemen mit den Gefäßen). Sogar sportliche, schlanke Frauen waren betroffen. Das erklären die Forscher so: Die Produkte enthalten viele Kalorien, gesättigte Fettsäuren, einfache Kohlenhydrate und Natrium.
Unter Ernährungsexperten ist das Studienergebnis allerdings umstritten: Nicht die Nudeln seien es, welche die Funktion des weiblichen Hormons Östrogen störe. Vielmehr sei es die Verpackung (die den Stoff Bisphenol A enthält). Fakt bleibt: Zu oft sollte man sich den Quickfood-Trip nicht antun. Und: selbst gemachte Pasta schmecken immer noch am besten.
Leerer Magen führt zum Fastfood-Tempel
Quellen: medizinauskunft.de; ugb.de; focus.de;
Bild: © vvoe - Fotolia.com
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