- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 07. Dezember 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Den Fett-Verteufelern geht die Munition aus. Denn Fett ist nicht gleich dick und dumm. Sogar die gescholtenen gesättigten Fette genießen inzwischen „wissenschaftliche Absolution“.
Das Thema Fett ist im wahrsten Sinne "in aller Munde" Kein Lebensmittel hat einen so bösen Ruf wie dieses. Es bringt die schönste Figur außer Form, obendrein soll es der Gesundheit schaden. Also fetthaltige Lebensmittel konsequent runter vom Speiseplan? Keine gute Idee, denn: „Fette können in unserem Körper Entzündungsreaktionen abschwächen, sie stärken unser Immunsystem, schützen unsere Organe und machen uns nebenbei noch schnell und schlau. Ohne die richtigen Fette können wir also nicht überleben“, verlautet es aus der Forschungsgruppe Dr. Feil. Headline: „Fett macht schnell und schlau“
Zweite Zwickmühle: Menschen, die sich bewusst fettarm ernähren, wechseln in der Regel zu Lebensmitteln mit hohem Anteil an Kohlenhydraten. Die lösen aber leichter Hungergefühle aus. Wer am Fett spart, glaubt zudem häufig, dass er von anderen Lebensmitteln mehr essen kann.
Asiaten braten ihre täglichen Mahlzeiten in schwimmendem Öl
Dabei gibt es weltweit zahlreiche Beispiele von Menschen, die fettreich essen und dennoch schlank sind: Halb Ostasien brät seine täglichen Mahlzeiten in schwimmendem Öl – im Wok und in der Pfanne. In Indien verwendet man ausgiebig Ghee – Buttereinfett beziehungsweise Butterschmalz. Völker aus kargen Gegenden ohne Ackerbau essen viel Fleisch vom Schaf oder Hammel und verwenden Rindertalg. Das gebräuchlichste Alltagsgetränk der Tibeter ist Tee mit Butter, im Südostpazifik gibt’s täglich Kokosöl satt, und die berühmte Kreta-Diät besteht aus reichlich Gemüse, das in Olivenöl badet, als Beilage zum fetten Lammfleisch.
Durch chemische Eingriffe entstanden aus gesunden Fetten „gehärtete Fette“
Alles ist gut, jedenfalls wenn Öl im Ursprungszustand bleibt und frisch auf den Tisch kommt. Doch hochwertiges, mehrfach gesättigtes Öl wird schnell ranzig. Und das drückt auf die Gewinnmarge. Denn je knapper das Mindesthaltbarkeitsdatum, desto weniger kann vorproduziert und zwischengelagert werden. Kein Problem für die Lebensmittelindustrie, Fette und Öle lassen sich künstlich haltbar machen. So entstanden durch chemische Eingriffe aus ehemals gesunden Fetten sogenannte gehärtete Fette:
In Fertiglebensmitteln findet sich in der Zutatenliste häufig „pflanzliches Öl, teilweise gehärtet“. Dahinter verbergen sich flüssige Pflanzenöle, die durch Fetthärtung streichfähiger und länger haltbar gemacht wurden – die berüchtigtenTransfettsäuren. Diese Härtung verhindert zwar, dass Lebensmittel (z. B. Suppen, Saucen, Süßigkeiten, Margarine) schnell ranzig werden. Allerdings kann der menschliche Körper sie schlecht abbauen – entzündliche Prozesse entstehen und begünstigen damit Volkskrankheiten wie z. B. Krebs.
Finger weg von Fetten in Fertiggerichten!
Auf das richtige Fett zum richtigen Zweck kommt es an. Die Forschungsgruppe Feil unterscheidet „heute nur noch zwischen Fetten, die sich zum Braten eignen (hier sind vor allem die gesättigten Fettsäuren zu erwähnen) und zwischen denen, die kalt genossen werden sollten (einfach- sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Und Ernährungscoach Patric Heinzmann rät: „Keine Angst vor Fett! Achte nur auf die Fettqualität in Form von fettreichem Fisch oder Fleisch und Milchprodukte nur aus Weidetierhaltung, Nüsse … Avocados, zudem Lein- und Walnussöl für die kalte Küche. Zum heiß anbraten ist Kokos-Öl die erste Wahl, auch wenn es fast nur aus gesättigten Fetten besteht. Gesättigte Fette sind viel besser als ihr Ruf.“
7 Dinge, die Sie über Fett wissen sollten:
Quellen: u. a. dr-feil.com; fid-gesundheitswissen.de; gfe-ev.de
Bild: © nancy10 - fotolia.com
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