- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 29. Juni 2015 00:00
- 15 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Nach diesem Filmbericht haben Sie auf Garnelen garantiert ganz lange keinen Appetit mehr…
Sie tragen Bezeichnungen wie „Speed plus“ oder „Turbo“. Was zunächst nach Kraftnahrung für Bodybuilder klingt, ist für Garnelen gemacht. Der Einsatz von Tuning-Futter in der Garnelenzucht rechnet sich. Ein Bauer in Südostasien verdient dadurch das Hundertfache wie früher im Reisanbau. Doch Naturschützer schlagen Alarm: In Thailand vernichtet eine gigantische Garnelenindustrie wertvolle Mangrovenwälder. Giftige Abwässer belasten ganze Regionen. Mehr noch: Als „schockierend bezeichnet“ Greenpeace-Meeresexpertin Dr. Iris Menn den „großzügigen Umgang“ mit Desinfektionsmitteln in den Teichen und die Anzahl der Tiere – die sogenannte Besatzdichte – die dort in einem Teich schlicht und ergreifend gemästet werden. Massenproduktion auf Kosten der Natur und der Menschen vor Ort. Hinzu kommen Antibiotika und eine ganze Palette von Chemikalien. Ein Cocktail mit Gruselfaktor
Auf unseren Tellern landen Tiere, die in ihrer eigenen Gülle aufgewachsen sind
Nach der „Ernte“ sind solche Teiche für ein halbes Jahr unbenutzbar, der Boden ist verseucht von Exkrementen und Futtermittelzusätzen. Nach 10 Jahren werden die Teiche aufgegeben; der Boden ist dann ökologisch tot. Die Tiere, die in dieser Gülle groß geworden sind, werden exportiert und landen schließlich auf unserem Teller. Die meisten Garnelen, die in Deutschland angeboten werden, stammen nämlich aus Thailand.
Kein Wunder dass sich auch deutsche Sterneköche ziemlich entsetzt über die Grusel-Garneelen aus dem Land des Lächelns äußern.
Kolja Kleeberg: “Ein Garnelensalat im Winter, da spart man sich eben die Grippemittel…“
Ralf Zacherl: „Die leben in ihren eigenen Fäkalien…“
Christian Rach: „Es hat sich gezeigt, dass Fische in diesem Wasser in zehn Minuten verenden, und zwar nicht an Sauerstoffmangel, sondern vergiftet …“
Restaurant-Kritiker Wolfram Siebeck fügt hinzu: „Alles ist mit Chemie durchsetzt“
Fazit: In unseren Supermärkten gibt es eine riesige Auswahl an Garnelen. Grundsätzlich sollten bei Shrimps aus den Tropen erstmal alle Alarmglocken schrillen. Nur wenige Tiere stammen aus einer ökologisch nachhaltigen Aquakultur.
Der „Fischratgeber 2014“ hilft bei der richtigen Wahl:
Bild: © oksix - fotolia.com
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