- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Freitag, 08. August 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Müslis und andere „Frühstücksprodukte für Kinder“, mit synthetischen Vitaminen können lebenswichtige Organe und Immunsystem schädigen, berichtet die Verbraucherorganisation EWG.
Frühstücksmüslis, „angereichert“ mit synthetischen Vitaminen, etwa Zink, Niacin und Vitamin A, können für Kinder schädlich sein. Nach Angaben der US-Verbraucherorganisation Working Group (EWG) enthalten viele Müslis, Müsliriegel und andere Frühstücksprodukte mit der „Zielgruppe Kinder“, hohe Anteile von synthetischen Vitaminen. Die Tester suchten nach Zusätzen, die dem Frühstücksmüsli als synthetische Produkte zugegeben werden. Aus den Nährstoffangaben von 1556 Frühstücksmüslis und 1025 Snack- und Energieriegeln ging hervor: 114 Müslisorten waren mit Vitamin A, Zink oder Niacin – oder allen drei gleichzeitig – angereichert, und zwar in Mengen, die um 30 Prozent über der empfohlenen Tagesdosis lagen. 27 Snack- und Energieriegel enthielten dieselben Nährstoffe sogar in einer Konzentration von 50 Prozent über der empfohlenen Tagesmenge.
Isolierte synthetische Vitamine können die Nährstoffabsorption beeinträchtigen
Das Problem: Zu viel synthetisches Vitamin A beispielsweise kann zu Leberschäden, Skelettabnormitäten, schuppender Haut und/oder Haarausfall führen. Zu viel synthetisches Zink kann die Absorption von bioverfügbarem Kupfer hemmen, das für ein funktionierendes Immunsystem wichtig ist. Hingegen sind die gleichen Nährstoffe, die von Natur aus in vollwertigen Nahrungsmitteln vorkommen, völlig harmlos. Werden sie jedoch im Labor hergestellt und industriell erzeugten Lebensmitteln zugegeben, denen ihr natürlicher Nährstoffgehalt entzogen wurde – fertiges Frühstücksmüsli ist ein perfektes Beispiel dafür – kann die Wirkung ganz anders sein. „Lebensmittelhersteller reichern ihre Produkte oft mit großen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen an, damit ihre Produkte nährstoffreicher wirken und sich besser verkaufen“, heißt es in dem EWG-Bericht.
Synthetische Vitamine belasten den Körper in der Regel eher, als das sie ihn nähren
Der Bericht belegt eindeutig, dass synthetische Vitamine ein Problem darstellen. Ihnen fehlen die notwendigen Cofaktoren, um richtig verstoffwechselt zu werden. Deshalb belasten synthetische Vitamine den Körper in der Regel eher, als das sie ihn nähren. „Ein zu hoher Konsum von angereicherten Nährstoffen ist das Ergebnis skrupellosen Marketings, fehlerhafter Kennzeichnung und einer überkommenen Anreicherungs-Politik“, heißt es im EWG-Bericht weiter. »Das derzeitige System der Nährstoff-Angaben gefährdet die Gesundheit von Kindern und muss dringend reformiert werden.«
Wichtig: Die Ergebnisse beziehen sich nicht auf Vitamin-Ergänzungsmittel, die aus vollwertigen Nahrungsmitteln gewonnen werden und keine synthetischen Chemikalien enthalten.
Quellen: u. a. schmerzexperten.ch; antizensur.de
Bild: © ManEtli - Fotolia.com
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