- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Freitag, 20. Dezember 2013 09:53
- 13 .2
- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Das Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA wird für die Ernährungsqualität in Europa erhebliche Auswirkungen haben. Doch was läuft hinter den Kulissen?
Transparenz und demokratische Mitwirkung geht völlig anders: Lediglich 600 Berater von Konzernen haben Zugang zu Dokumenten und Entscheidungsträgern. Das öffnet Mauscheleien aller Art Tür und Tor. So will der Verband der US-amerikanischen Schweinefleischproduzenten das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA nur akzeptieren, wenn das EU-Verbot des Wachstumshormons Ractopoamin in Futtermitteln aufgehoben wird. Masthormonbehandeltes Fleisch, wer will das schon haben hierzulande? Auch anderswo ist der Stoff verpönt. Wegen seiner Gesundheitsrisiken ist er in 160 Staaten verboten. Allerdings nicht in den USA.
Ein wichtiges Handelshemmnis soll vom Tisch – Gesundheit Nebensache
Soll dieser Verband doch sagen, was er will, mag man denken. Doch die Schweinefleisch-Barone scheinen großes Gewicht zu haben. Dieses wichtige Handelshemmnis soll vom Tisch, andernfalls würden die US-Schweinefleischexporte in die EU auf eine kleine Zahl von Erzeugern begrenzt. Wie die Verhandlungen geführt werden, ist nicht ersichtlich. Derzeit wird über Punkte wie Hormone im Fleisch oder auch die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel ausschließlich hinter verschlossenen Türen verhandelt. Gesundheit Nebensache? Das wissen nur die verhandelnden Akteure. Lediglich etwa 600 Berater von Großkonzernen sollen Zugang zu Dokumenten und Entscheidungsträgern haben.
Dabei wäre eine öffentliche Diskussion darüber nötig. Vertreter des EU-Parlaments müssen gestärkt, zivilgesellschaftliche Gruppen unterstützt werden. Dies geschieht derzeit durch Internet-Proteste und Forderungen an die zuständigen Politiker und bei der angekündigten Demo am 18. Januar in Berlin. Die Demonstration („Wir haben Agrarindustrie satt“) ist getragen von einem Bündnis aus 60 Organisationen. Aktionen wie diese könnten Erfolg haben: Andere solcher Abkommen sind am hartnäckigen Widerstand der Öffentlichkeit und der Parlamente gescheitert.
Quelle: Schrotundkorn.de
Bild:© goccedicolore - Fotolia.com
- Keine Kommentare gefunden
Meistgelesen
Ernährungsfrage: Wie ungesund ist Schweinefleisch tatsächlich?
Lagen die Bibel und der Koran richtig, ist Fleisch vom Schwein „unrein“, auch im medizinischen
»Gesundheitsrisiko Geschirrspüler: Ärzte warnen vor Spülmittelrückständen
Sauberes Geschirr ist gut. Aber dennoch nicht immer ohne Risiko. Letzteres lauert ausgerechnet im
»Lange Liste: Die besten Medikamente zum Krankwerden
So deutlich sind Ross und Reiter wohl noch nie genannt worden. Ein mutiger Heilpraktiker schockiert
»Aloe Vera - die stille Heilerin
Wohl kaum eine Pflanze hat die Naturprodukte-Hitliste von Heilkundigen und Gesundheitsfachleuten
»â€žFC Bayern-Doc“: Hochklassige Nahrungsergänzungen sind unverzichtbar
Er ist eine lebende Legende. Spitzensportler aus aller Welt suchen seinen Rat. Hier erklärt Dr.
»ARD Buffet: Lässt sich Diabetes in 28 Tagen ausknocken?
Dr. Rainer Limpinsel, selbst ehemaliges „Diabetes-Opfer“ erklärt am eigenen Beispiel, wie’s im
»Arzneimittelforschung: Die Kombi „Vitamine+Arginin“ reduziert das Vergessen
L-Arginin gilt als „Wunderformel für die Adern“. Seine Nutzung als Nahrungsergänzung ist noch wenig
»Die Bombe unter der Achselhöhle: Was Deos anrichten
Die Werbung suggeriert uns täglich, dass wir ohne Deodorant gar nicht auf die Straße gehen dürften.
»Schneller sterben mit der Mikrowelle
Mikrowellen sind überaus beliebt, weil sie so herrlich praktisch sind. Ruck, zuck ist das Essen
»Colostrum als Grippeschutz für die kalte Jahreszeit
Colostrum ist eines der ältesten und außergewöhnlichsten Nahrungsmittel, welches in der Natur zu
»


Einen Kommentar verfassen
Poste einen Kommentar als Gast