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Mit ihrem Beschluss „Verbraucherbildung an Schulen“ öffnen die Kultusminister aus Bund und Ländern nach Auffassung von foodwatch Wirtschaftslobbyisten und Unternehmen die Türen der Klassenzimmer. Die Verbraucherorganisation forderte die Kultusministerkonferenz auf, den Beschluss zurückzunehmen und klarzustellen, dass Unternehmen keine geeigneten Partner für Verbraucher- und Ernährungsbildung an Schulen sind. Werbung und Sponsoring an Schulen müsse grundsätzlich untersagt werden.

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„Die Politik gibt bereitwillig den Türöffner für Wirtschaftslobbyisten. Während die Kultusminister scheinheilig vorgeben, für ‚neutralen‘ und ‚unternehmensunabhängigen‘ Unterricht sorgen zu wollen, hat der Ausverkauf der Schulen längst begonnen, und ‚McSchule‘ ist offenbar auch politisch gewollt“, kritisierte Anne Markwardt von foodwatch. „Statt seinem grundgesetzlich verankerten Bildungsauftrag nachzukommen, überlässt der Staat offensichtlich bereits Grundschüler den Einflüsterungen und Manipulationen von Wirtschaftsvertretern.“

Mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. September 2013 werden die „zentralen Ziele und allgemeinen Grundsätze“ der Verbraucherbildung an Schulen festgelegt, dazu zählen Unterrichtseinheiten zu Themen wie gesunder Ernährung oder dem Umgang mit Geld. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wird dabei ausdrücklich empfohlen. Zwar heißt es im Beschluss der Kultusminister, das „Gebot der Neutralität“ sei zu beachten und Verbraucherbildung solle „frei von wirtschaftlichen Interessen und unternehmensunabhängig“ sein. So lange Unternehmen als „Partner“ aufträten und akzeptiert würden, könne Verbraucherbildung aus Sicht von foodwatch jedoch nie „unternehmensunabhängig“ sein. Nach den Vorstellungen zumindest einiger Bundesländer sei dies offenbar ohnehin nicht beabsichtigt.

Mit dem gemeinsam vom Land Nordrhein-Westfalen und der Wirtschaft finanzierten Portal „Partner für Schule NRW“ beispielsweise soll die „dauerhafte und systematische Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft“ ausdrücklich gefördert werden. Konkret heißt es: „Mit einem Engagement im Schulbereich dokumentieren Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung. Darüber hinaus ergeben sich konkrete Vorteile für die Unternehmen durch eine zielgruppenadäquate Kommunikationsstrategie, die die Verknüpfung der ‚positiven Besetzung‘ der Sponsorleistungen mit dem Namen des Unternehmens ausnutzt.“

foodwatch-Expertin Anne Markwardt kritisiert: „Unternehmen, die Bildung finanzieren, wollen dafür eine Gegenleistung. Entweder ist das die Möglichkeit ‚zielgruppenadäquater‘ Werbung im Klassenraum. Oder aber es sind politische Gefallen, namentlich weniger Regulierung – denn ‚Partner‘ reguliert man nicht so leicht.“ So diene der Ernährungsindustrie beispielsweise regelmäßig ihr Engagement in Sachen Ernährungsbildung als willkommenes Argument gegen eine strengere gesetzliche Beschränkung von Junkfood-Marketing an Kinder. Nach Ansicht von foodwatch sind jedoch Unternehmen weder für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien noch für die Organisation von Sportprojekten oder Ernährungsbildung verantwortlich. Stattdessen sollen sie Kindern ein vernünftiges Produktangebot machen und die manipulative Junkfood-Werbung an Kinder stoppen. Es sei Aufgabe der Schulbürokratie, die Lehrerinnen und Lehrer weiterzubilden und neutrales Unterrichtsmaterial zur Verfügung zu stellen.

„Für Fragen der Ernährungsbildung etwa gibt es längst hervorragendes Material von der staatlich geförderten Organisation aid infodienst“, erklärte Anne Markwardt von foodwatch. „Es ist skandalös, dass dieses Unterrichtsmaterial bislang von den Lehrern und Schulen gekauft werden muss, während die Broschüren der Industrie kostenlos sind. Gleichzeitig tun die Kultusminister so, als seien ausgerechnet Lebensmittelhersteller, die mit allen Mitteln Kinder zum Konsum von süßem und fettigem Junk Food verführen, geeignete ‚Partner‘ von Schulen und Lehrern.“

Quelle: www.foodwatch.de

Bild: © Sonja Birkelbach - Fotolia.com

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