- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Dienstag, 23. September 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
“Bio-Essen ist doch viel zu teurer!” Offenbar ein hartnäckiges Vorurteil. Eine wissenschaftlich abgesicherte Nagelprobe kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
Ist gutes und hochwertiges Essen wirklich so teuer, wie gemeinhin behauptet, angenommen oder vermutet wird? Genau das wollten Mitarbeiter des Öko-Instituts im Rahmen einer Studie herausfinden. Herausgekommen ist das “Politische Kochbuch”. Es soll Verbrauchern nun dabei helfen, sich gesünder und umweltbewusster zu ernähren.
Für den Vergleich machten die Autoren ein Jahr lang Probeeinkäufe in unterschiedlichen Supermärkten. Sie probierten sich unter anderem durch diverse Wurstsorten, verglichen die Kosten für Bio-Lebensmittel mit denen konventionell erzeugter Lebensmittel. Alles unter Berücksichtigung saisonal gängiger Warenangebote. Als Maßstäbe dienten zwei unterschiedliche Ernährungsstile. Einerseits der des durchschnittlichen Deutschen, zum anderen ein Essverhalten nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Bei letzterem Modell kommen 69 Prozent weniger Fleisch auf den Tisch, dafür aber 30 Prozent mehr Milchprodukte.
Der tatsächliche Unterschied beträgt lediglich 81 Euro pro Jahr!
Die Ergebnisse dieser aktiven „Food-Forschung“ dürfte sogar Bio-Enthusiasten überraschen: Tatsächlich ergibt sich nur ein Unterschied von drei Prozent zwischen den Kosten für eine „Bio-Ernährung nach DGE“ und einer konventionellen Essweise ohne Fleischverzicht. Das sind 81 Euro pro Jahr. Mit anderen Worten. Für den Umstieg auf eine gesunde und biologische Ernährung muss der Konsument nicht mal sieben Euro mehr hinblättern – pro Monat.
Im „Politischen Kochbuch“ findet sich aber nicht nur die Auswertung, was Bio-Essen im Laden wirklich kostet. Es bezieht auch die “Externalitäten” mit ein: Wie teuer etwa wären Lebensmittel, wenn die Hersteller die Kosten für Treibhausgasemissionen, erodierende landwirtschaftliche Flächen oder Gesundheitsrisiken aufgrund falscher Ernährung tragen müssten?
Das Sahnehäubchen zur Studie: Neben anderen Kochkünstlern geben zwei Sterneköche Rezepte zum Besten: Cornelia Poletto erklärt, wie sie Linsensuppe mit geräucherten Forellenfilets oder gratinierte Champignos mit Ziegenkäse und Pinienkernen zubereitet. Und Vincent Klink verrät die Zutaten für seinen Wirsingsalat mit Orangen oder Spinatknödel mit Käse. Alle Rezepte sind bewusst einfach gehalten, viel Hausmannskost; Suppen und Salate ebenso wie Haupt- und Nachspeisen.
Eine kostenlose 12-Seiten-Vorschau sehen Sie hier: HTTPS://www.oeko.de/oekodoc/2063/2014-637-de.pdf
Mehr zum Thema,
Trotz Nebel-News: „Bio“ ist einfach besser:
HTTPS://www.portavitalia.com/ernaehrung/rufmord-mit-pauken-und-trompeten-die-anti-bio-kampagne
Bild: © S.Werner-Ney - Fotolia.com
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