- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Dienstag, 15. April 2014 13:22
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
800 Menschen erkranken hierzulande täglich neu an Diabetes. Dagegen wird zu wenig getan, mahnen Experten. Der Ruf nach Steuern auf Cola, Chips und andere Dickmacher wird lauter.
"Der Kampf gegen Diabetes ist grandios gescheitert." Diese Auffassung vertrat Dr. Dietrich Garlichs von der Deutschen Diabetes Gesellschaft beim zweiten „Cognomed Branchentreff Diabetes“ in Berlin. Nach Schätzungen verschiedener Krankenkassen liegt die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen bei deutlich über sechs Millionen.
Ihre Zahl, so die düsteren Prognosen, könnte sich in den nächsten 15 Jahren nahezu verdoppeln. Das Land brauche eine nationale Diabetes-Strategie, forderte Garlichs. Dazu gehöre neben einem Präventionsgesetz auch eine Steuer auf besonders kalorienhaltige Lebensmittel – etwa nach dem Vorbild anderer europäischer Länder, wie Finnland, Ungarn oder Frankreich.
„Wir brauchen eine Art Verbundsystem mit dem Hausarzt als Kapitän“
Die Regierung hat ein Präventionsgesetz bereits angekündigt. Es werde noch in diesem Jahr kommen, heißt es. Die auf uns zurollende Welle von Diabeteserkrankungen müsse gestoppt werden. Zudem müsse das Thema Diabetes in der Gesundheitspolitik eine größere Rolle spielen, vor allem die Diabetes-Prävention im Kindesalter. Erste Maßnahme: Aufklärung der Bürger im Stile der Anti-Raucher-Kampagnen.
Zudem soll es künftig einen speziellen Berichterstatter für Diabetes samt Arbeitsgruppe im Gesundheitsausschuss geben. Aktuell Betroffenen könne mit modernen Arzneimitteltherapien geholfen werden, sagte Diabetes-Experte Professor Hellmut Mehnert vom Vorstand der Forschergruppe Diabetes am Helmholtz-Zentrum. Er bekräftigte seine Forderung, bei der Versorgung von Typ-2-Diabetikern neue Wirkstoffe einzusetzen.
Außer auf Arzneien hoffen Experten besonders auf neue Versorgungskonzepte. Dr. Nikolaus Scheper, Leiter einer großen diabetologischen Schwerpunktpraxis in Marl, zeigte sich überzeugt: "Wir brauchen eine Art Verbundsystem mit dem Hausarzt als Kapitän." Er könne den Patienten als Koordinator im System der Schwerpunktpraxen und stationären Einrichtungen zu mehr Lebensqualität verhelfen.
Lesen Sie hierzu auch: „So macht die Zuckermafia uns krank“: HTTPS://www.portavitalia.com/gesundheit/so-macht-die-zuckermafia-uns-krank
Quelle: aerztezeitung.de
Bild: © Knipserin - Fotolia.com
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Gast (Klaudia)
solange Ärzte nur Medikamente und keine Bewegung und gesunde Ernährung verordnen, wid sich wohl nichts ändern!!!
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