- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Mittwoch, 11. November 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Lange als Arme-Leute-Essen geschmäht, erwachte „King Kohl“ inzwischen aus dem Image-Schlaf. Kein Wunder, punktet er doch mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.
Neben dem Geschmack sind es vor allem die Nährstoffe, die dem knackigen Kohlgemüse zum Karriere-Kick verhelfen.Zum Beispiel Grünkohl: Wussten Sie, dass die „friesische Palme“ mehr Vitamin C intus hat als Orangen und soviel Calcium wie zwei Glas Milch? In den knackigen Blättern stecken so viele Vitamine und Nährstoffe, dass Grünkohl als das gesündeste Gemüse überhaupt gilt, auch wegen seiner reichhaltigen C-, A-, und B-Vitamine Schon eine große Handvoll davon deckt mehr als 100 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C ab. Dazu kommen unter anderem ein hoher Kalziumanteil und viel Folsäure. Ersteres ist wichtig für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen. Das wasserlösliche Vitamin Folsäure wird für die Zellteilung gebraucht, ist deshalb besonders in der Schwangerschaft wichtig.
Grünkohlchips sind der Gastro-Renner in Hollywood
Weiterer Big Point für King Kohl – er macht satt, aber nicht dick. Da wundert es kaum, dass auch Hollywoods Superfrauen das Trend-Gemüse für sich entdeckt haben. Jennifer Aniston erklärte, um ihren Körper „Wir sind die Millers“ in Form zu bringen, habe sie jeden Tag Grünkohl gegessen, auch zwischendurch. Statt mit Kartoffelchips zu sündigen, knusperte die Schauspielerin Grünkohlchips, das sind die getrockneten, gewürzten Blätter der Kohlsorte. Und Gwyneth Paltrow empfiehlt bereits zum Frühstück einen Gemüsesaft aus Grünkohl, Zitrone, Apfel, Ingwer und Minze, berichtet das New York Magazin. Zusätzliche ist ein enorm wichtiges Spurenelement reichlich enthalten: 100 Gramm Grünkohl enthalten genauso viel Eisen wie die gleiche Menge Schweinekotelett.
Wenn das keine Karriere ist fürs ehemalige Arme-Leute-Essen, das hierzulande vorwiegend im rustikalen Ambiente von Landgasthöfen oder auf Ausflugsfahrten eine kulinarische Nebenrolle spielte…
Aristoteles aß das „Allheilmittel“, wenn er zu viel getrunken hatte
Ein Blick zurück: Kohl ist kein moderner Newcomer. Schon in denantiken Hochkulturen in Griechenland und Rom wussten Gelehrte um seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Pythagoras beschrieb die Kohlpflanze als Allheilmittel und Aristoteles aß das Gemüse, wenn er zu viel getrunken hatte. Der römische Staatsmann Cato hielt Kohl sogar für ein gutes Mittel gegen Pest. Und bis ins 19. Jahrhundert wurden für den Heilungsprozess Kohlblätter auf Wunden gelegt. Kohlsaft wurde bei Entzündungen des Magen- und Darmtraktes verordnet.
Also nichts wie ran an den Kohl:
Quellen: u. a. wissen.de; portavitalia.com
Bild: © sabino.parente - fotolia.com
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