- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Freitag, 28. März 2014 07:30
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Machen Vitamine dick? Die vom Baum und vom Strauch sicher nicht. Aber wer weiß schon, was in den künstlichen Pillen steckt, die jetzt als Mastmittel für Kleinkinder enttarnt wurden?
Die Vitaminmast beginnt im frühen Alter, schon bei Babys, nämlich durch den vitaminisierten Muttermilchersatz aus dem Fläschchen. Aber auch Frühstücksflocken, Vitamingetränke, Joghurts oder Kekse könnten zu unnötigen Fettpolstern führen. Denn bei weitem nicht alles was gesund klingt, ist frei von Fragezeichen. Erst recht nicht diejenigen Produkte, die jetzt als „Masthilfsmittel“ enttarnt wurden. Eine vergleichende Übersichtsarbeit zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen dem globalen Anstieg der Vitaminzugaben und dem weltweiten Übergewichtsboom. Forscher der medizinischen Universität in der chinesischen Millionenstadt Dalian und vom Institut für integrative Biowissenschaften der Okazaki Universität in Japan haben gut 140 Studien zum Thema ausgewertet: Während in den 1930er Jahren der Mensch die wichtigen Lebensstoffe komplett aus echtem Essen aufnahm, steigt die weltweite Vitaminisierung seit den 1970er Jahren rapide an. Es ist aber nicht nur der parallele Anstieg von Vitaminisierung und Kiloschwemme: Die Autoren weisen auch nach, auf welchen Wegen die künstliche Extraportion Vitamine die Gewichtsregulation beeinflussen kann.
Fettförderungsvitamine werden auch im Namen des Gesundheitspfarrers verkauft …
Besonders bedenklich finden die Forscher den gesetzlichen Vitaminisierungszwang etwa bei Babymilch, z. B. der BEBA Kleinkindmilch von Nestle oder Milupas Aptamil. In manchen Ländern übersteigen die Werte der Ersatzmilch-Marken die echte Muttermilch bis zum 20-fachen. Auch die „Kindermilch“ Marke Milupino enthält die Mast-Vitamine, ebenso, ohne jeden gesetzlichen Zwang, die Kinderkekse von Alete.
Aber auch Erwachsene können den Dickmacher-Vitaminzusätzen kaum entgehen. Die gebräuchlichsten Aufnahmequellen sind Frühstückscerealien, etwa Kellogg’s Müslix Classic oder Schneekoppes Vitaminmüsli. Die finden sich aber auch in als „besonders gesund“ gepriesenen Joghurts wie Danones Actimel. Und sogar unter dem Logo des Gesundheitspfarrers Kneipp oder der Vertrauen erweckend erscheinenden Marke Abtei werden die „Fettförderungsvitamine“ verkauft.
Länder in denen Vitaminzusätze für Cerealien und Mehl verboten sind, seien deutlich weniger von Fettleibigkeit betroffen, berichten die Autoren.
Vielen entgeht, dass die k ü n s t l i c h e Extraportion Vitamine für die Kilo-Explosion verantwortlich ist
Ein Bericht, der zu denken gibt. Doch kommt die kritische Botschaft auch bei allen richtig an? Bei nicht wenigen wird wieder einmal nur eines hängen bleiben: Vitamine machen dick! Dabei ist das absolut falsch. Vitamine selbst enthalten keine Energie, können also nicht dick machen. Auch die Lebensmittel, in denen sie von Natur aus vorkommen, sind keine Dickmacher. Dass für die Kilo-Explosion die k ü n s t l i c h e Extraportion Vitamine verantwortlich ist, wird vielen entgehen. Weil nicht klar erkenntlich ist, um welche Nachbauten der Natur es sich handelt. Chemisch gesehen besteht kein Unterschied. Dennoch akzeptiert der Körper diese Kopien nicht „vollumfänglich“, kann sie folglich nicht adäquat verwerten. Das Manko deutlich auf den Punkt gebracht: Natürliche Lebensmittel (und hochklassige Nahrungsergänzungen auf natürlicher Basis) enthalten außer Vitaminen noch eine ganz Reihe wichtiger Stoffe, die für eine gesunde Ernährung ebenso wichtig sind. Dick machen sie nicht.
Quelle: u. a. food-detektiv.de
Bild: © fredredhat - Fotolia.com
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