- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Dienstag, 17. November 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Blähungen sind ein Signal des Körpers. Sie weisen auf ein Ungleichgewicht im Verdauungsbereich hin. Doch die peinlichen Winde lassen sich in den Griff bekommen.
Blähungen machen vor niemandem Halt. Frauen sind genauso häufig betroffen wie Männer, Senioren leiden darunter, auch Säuglinge schon. Der unerwünschte Output wird durch Gase verursacht, die sich im Magen-Darm-Trakt ansammeln. Für diese Gasproduktion sind unzählige Bakterien der Darmflora verantwortlich. Sie zersetzen diejenigen Bestandteile der Nahrung, die für die körpereigenen Verdauungsenzyme nicht zu knacken sind.
Bestimmte Lebensmittel können die Blähungen begünstigen: Beispielsweise Kohlgemüse, die „berüchtigten“ Bohnen und Vollkornbrot, aber auch Sprudelwasser oder Bier zählen dazu. Nicht zu unterschätzen ist auch der Effekt einer ungünstigen Kombination von Nahrung. Eine Einführung in das Thema finden Sie hier.
Ähnliches gilt für Süßigkeiten, Zucker oder Zuckeraustauschstoffe; die werden nämlich von den Darmbakterien zwar zersetzt, dabei wird aber mehr Darmgas produziert als bei der Verstoffwechselung gesunder Nahrung.
Weitere Quellen für die Abgasbildung im Verdauungssystem ist die Luft, die man beim Essen und Sprechen unbewusst verschluckt. Die Luft gelangt in den Magen, sammelt sich dort an und entweicht beim Aufstoßen über den Mund.
Weniger bekannt: Psychischer und physischer Stress kann ebenfalls zu einer Änderung des Darmmilieus führen und somit zu einer Zunahme der fäulnis- und gasbildenden Bakterien und schließlich zu Blähungen.
Rasche Abhilfe schaffen meist pflanzliche Wirkstoffe mit entblähenden, verdauungsfördernden und krampflösenden Eigenschaften. Dazu gehören Kümmel, Fenchel, Koriander, Anis oder Melisse. Wer diese Gewürze schon beim Kochen von „abgasverdächtigen“ Speisen verwendet – wie etwa Kümmel im Sauerkraut –, beugt Blähungen auf einfache und schmackhafte Weise vor. In Apotheken und Drogerien sind aber auch Teemischungen, Pulver oder Tropfen erhältlich.
Oft gehört, doch wenig beachtet: Wer langsam isst und gründlich kaut, erleichtert seinem Darm die Arbeit.
Wer allerdings regelmäßig Blähungen hat, sollte dies beim Arzt abklären lassen. Vielleicht sind grundlegende organische Ursachen im Spiel, etwa Unverträglichkeiten gegen Milchzucker, Gluten oder Fruchtzucker. Auch sie können Blähungen auslösen. Mitunter steckt sogar eine ernste Krankheit dahinter, zum Beispiel eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Siedeln sich Bakterien im Dünndarm an, die dort normalerweise nicht vorkommen, kann das ebenfalls zuviel Luft verursachen. Häufiger ist aber ein sogenannter Reizdarm der Hintergrund für Blähbauch und Gasbildung.
Darüber spricht man nicht:
Quellen: u. a. beobachter-ch; apotheken-umschau.de; gesundheitsfundament.de
Bild: © snyggg.de - fotolia.com
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