- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Montag, 02. Juni 2014 08:00
- 14 .2
- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Weltweit sterben die Bienen. Schuld sind wohl vor allem giftige Spritzmittel. Die EU hat einige schon verboten. Doch die Chemiefirmen produzieren weiter – und verklagen die EU.
Müssen Bauern und Gartenbesitzer bald die Blüten mit dem Pinsel bestäuben? Was sich wie eine Szene aus einem HorrorFiction anhört, ist in Teilen Chinas bereits Realität: HTTPS://videos.arte.tv/de/videos/film-more-than-honey--7341900.html Der Grund dafür: Immer mehr Bienenvölker sterben – bei Imkern als auch wild lebende Bienen. Als Hauptursache gelten eingeschleppte Parasiten, die industrialisierte Landwirtschaft und Pestizide. Ein Massensterben, das auch dem Menschen hoch gefährlich werden kann. Denn allein ein Drittel unserer Nahrungsmittelpflanzen werden von Bienen bestäubt.
Die Agrarindustrie behandelt die Samenkörner von Getreide mit Nervengiften
Besonders die so genannten Neonikotinoide werden schon seit Jahren mit dem Bienensterben in Verbindung gebracht. Diese Nervengifte greifen bei Insekten ins zentrale Nervensystem ein. Zwar sterben die Tiere nicht sofort, sie verlieren aber Fähigkeiten, die für ihr Überleben wichtig sind. Mit solchen Neonikotinoiden behandelt die Agrarindustrie die Samenkörner von beispielsweise Mais, Raps und Weizen gegen Insektenfraß. Die Chemiesamen werden dann auf den Äckern ausgesät – mit potentiell tödlichen Folgen, nicht nur für die Bienen.
EU-Behörde warnt – doch die Konzerne wollen weiter Kasse machen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Risikobewertungen der Neonikotinoide und die Substanz Fipronil erstellt und sieht „hohe akute Risiken für Honigbienen". Im Dezember 2013 hat die EU die Pestizide von Bayer und Syngenta für wie Jahre verboten, der Einsatz von Fipronil (BASF) wurde stark eingeschränkt. Doch die Chemiekonzerne wollen weiter Kasse machen. Zwei Milliarden Euro bringen die Neonikotinoide pro Jahr ein. Um die Verbote zu kippen, haben Bayer, BASF und Syngenta gegen die EU mehrere Klagen eingereicht. Und mit fragwürdigen PR-Kampagnen versuchen die Firmen, die Öffentlichkeit zu täuschen.
Eine Petition an die zuständigen Firmen finden Sie hier:
https://www.regenwald.org/aktion/953/die-bienen-brauchen-unsere-hilfe
Bild: © Peter Hermes Furian - Fotolia.com
- Keine Kommentare gefunden
Meistgelesen
Ernährungsfrage: Wie ungesund ist Schweinefleisch tatsächlich?
Lagen die Bibel und der Koran richtig, ist Fleisch vom Schwein „unrein“, auch im medizinischen
»Gesundheitsrisiko Geschirrspüler: Ärzte warnen vor Spülmittelrückständen
Sauberes Geschirr ist gut. Aber dennoch nicht immer ohne Risiko. Letzteres lauert ausgerechnet im
»Lange Liste: Die besten Medikamente zum Krankwerden
So deutlich sind Ross und Reiter wohl noch nie genannt worden. Ein mutiger Heilpraktiker schockiert
»Aloe Vera - die stille Heilerin
Wohl kaum eine Pflanze hat die Naturprodukte-Hitliste von Heilkundigen und Gesundheitsfachleuten
»â€žFC Bayern-Doc“: Hochklassige Nahrungsergänzungen sind unverzichtbar
Er ist eine lebende Legende. Spitzensportler aus aller Welt suchen seinen Rat. Hier erklärt Dr.
»ARD Buffet: Lässt sich Diabetes in 28 Tagen ausknocken?
Dr. Rainer Limpinsel, selbst ehemaliges „Diabetes-Opfer“ erklärt am eigenen Beispiel, wie’s im
»Arzneimittelforschung: Die Kombi „Vitamine+Arginin“ reduziert das Vergessen
L-Arginin gilt als „Wunderformel für die Adern“. Seine Nutzung als Nahrungsergänzung ist noch wenig
»Die Bombe unter der Achselhöhle: Was Deos anrichten
Die Werbung suggeriert uns täglich, dass wir ohne Deodorant gar nicht auf die Straße gehen dürften.
»Schneller sterben mit der Mikrowelle
Mikrowellen sind überaus beliebt, weil sie so herrlich praktisch sind. Ruck, zuck ist das Essen
»Colostrum als Grippeschutz für die kalte Jahreszeit
Colostrum ist eines der ältesten und außergewöhnlichsten Nahrungsmittel, welches in der Natur zu
»


Einen Kommentar verfassen
Poste einen Kommentar als Gast