- Kategorie: Ernährung
- Erstellt am Mittwoch, 25. Mai 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Können wir unser Gehirn mit Messer und Gabel beeinflussen? Wie sieht es beispielsweise aus bei Depression? Neue Forschungsergebnisse lassen auf grünes Licht für graue Zellen hoffen
Darm und Gehirn sind zwei Körperregionen, die nichts miteinander zu schaffen haben, so dachte man noch bis vor wenigen Jahren. Mittlerweile beginnt sich jedoch eine andere Auffassung durchzusetzen. Zwar steckt die wissenschaftliche Erkundung des Darms noch in den Kinderschuhen, gerade im Hinblick auf das Nervensystem des Darms oder auch seine Rolle für die psychische Gesundheit.
Doch gerade in letzter Zeit gerät immer mehr die Frage in den Fokus der Wissenschaft, wie direkt die Informationen aus unserem Darm ins Gehirn gelangen. Gemeinsamer Nenner der Forscher: Für die richtigen Informationen ist die richtige Darmflora und damit die richtige Ernährung verantwortlich, mit der wir unsere eigenen Darmbewohner „bei Laune halten. Denn im Darm ist etwa 80 Prozent unserer körpereigenen Immunabwehr stationiert. Wer diese optimal verpflegt, sorgt gleichzeitig auch für sein psychisches Wohlbefinden.
Bisher dachten wir, Depressionen entstehen größtenteils durch unser Denken …
Gerät aber der Darm aus dem Takt, etwa durch ungesunde Ernährung, Medikamente oder durch Stress, schwächt er das Immunsystem und beeinträchtigt letztendlich Gesundheit und Lebensqualität. „Übergewicht, Allergien und Depressionen hängen mit einem gestörten Gleichgewicht der Darmflora zusammen“, schreibt Giulia Enders in ihrem gleichermaßen spannenden und unterhaltsamen Buch „Darm mit Charme“. Dort erklärt sie auch, wie Fertiggerichte auf die Stimmung drücken können. „Bisher dachten wir, Erkrankungen wie Depressionen entstehen größtenteils durch unser Denken, also im Kopf. Jetzt gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass der gesamte Körper, und vor allem der Darm, unsere Stimmung sehr stark mitbeeinflusst“, wird Enders auf Spiegel online zitiert.
Vielesser von Donuts, Croissants und Co haben ein dramatisch höheres Depressionsrisiko
Neue Nahrung bekommen ihre Aussagen durch eine Studie zum Thema Darmgesundheit: Nachdem die spanische Forscherin Professor Sanchez-Villagas 9000 Personen untersucht hat, warnt sie vor Hamburgern, Pommes, Croissants, Donuts, Keksen und ähnlichen Weißmehlprodukten. Die Forscherin fand heraus, dass diejenigen, die mehr industriell verarbeitete Weißmehlprodukte aßen, ein geradezu dramatisch höheres Risiko haben, an Depression zu erkranken – sage und schreibe, 51 Prozent!
Mit der GAPS-Diät Gehirn und Psyche beeinflussen
Bio-Kicks für die Verdauung: Kefir, Kombucha und Kollegen
Darmsanierung: Unsinn oder grandioses Gesundheits-Update?
Quellen: u. a. netzwerk-frauengesundheit.com; darm-mit-charme.de; portavitalia.com
Bild: © herbert frost - fotolia.com
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